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TU Berlin

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Paul Graupe (1881-1953). Ein Berliner Kunsthändler zwischen Republik, Nationalsozialismus und Exil (abgeschlossen)

Lupe

Bilaterales Projekt des Fachgebiets "Kunstgeschichte der Moderne"

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Projektkoordination: Bénédicte Savoy

Autoren:
Patrick Golenia (Berlin)
Isabelle le Masne de Chermont (Paris)
Kristina Kratz-Kessemeier (Berlin)

Übersetzer:
Tom Heithoff (Rouen)

 

Böhlau Verlag

2016, ca. 320 S.
ca. 150 s/w- und 25 farb. Abb.

Buchvorstellung im Institut français 22|02|2016 19.00h

Anlässlich der Erscheinung des Buchs lädt das Institut français Berlin am 22. Februar 2016 um 19h zur Podiumsdiskussion mit den AutorInnen und anschließender Diskussion ein (Moderation: Bénédicte Savoy).

Weiter Informationen können der Einladung (JPEG, 2,4 MB) entnommen werden.

Zum Projekt

Paul Graupe (1881-1953)

Rund 160 Auktionen mit Werken eines Rubens, Rembrandt oder Tiepolo, Corot, Menzel und Liebermann hat der jüdische Auktionator Paul Graupe zwischen 1917 und 1937 in Berlin durchgeführt. Viele dieser Werke befinden sich heute in bedeutenden Museen der Welt, viele tauchen regelmäßig noch auf dem Kunstmarkt auf und viele dieser Werke stammen aus ehemals jüdischen Sammlungen, die unter den Nationalsozialisten zerschlagen wurden. Graupe war eine der wichtigsten Gestalten des Berliner Kunsthandels vor dem zweiten Weltkrieg, die Presse verglich seine Auktionen sogar mit Theaterpremieren. Ab Mai 1936 allerdings instrumentalisierte die nationalsozialistische Regierung den weit vernetzten Händler, in dem sie ihn mit einer Sondererlaubnis ausstattete, mit der er trotz jüdischer Herkunft weiter arbeiten konnte. 1937 allerdings floh auch Paul Graupe in die Schweiz und gründete parallel ein neues Geschäft in Paris: „Paul Graupe & Cie“. Auch hier durch das Nazi-Regime eingeholt, floh er nochmals über Schweiz, Portugal in die USA, wo er an seinen einstigen Ruf anzubinden versuchte. Paul Graupe starb 1953 in Baden-Baden.

Bilaterale Archivarbeit

Lupe

Das Buch versteht sich als Beitrag zur Erforschung eines der wichtigsten Protagonisten des deutschen, ja europäischen Kunstmarkts in der Vorkriegszeit. Die Autoren Patrick Golenia, Isabelle le Masne de Chermont und Kristina Kratz-Kessemeier fanden in deutschen und französischen Archiven unveröffentlichtes, zum Teil brisantes Material zu den beiden Hauptschauplätzen von Graupes Aktivitäten: Berlin und Paris. Durch die gemeinsame Arbeit und den damit einhergehenden wissenschaftlichen Austausch der Autoren zwischen Paris und Berlin wird die transnationale Dimension des Themas beleuchtet.

Rezensionen

Buchbesprechung von Brigitte Werneburg in der taz (31.03.2016) (PDF, 3,9 MB)

Zu den Autoren

Patrick Golenia

Lupe

studierte Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Abschluss im Herbst 2010 mit der Magisterarbeit: „Paul Graupe (1881-1953) Aufstieg und Ende eines Berliner Kunsthändlers zwischen 1907 und 1937“ (Betreuer: Prof. Dr. Bénédicte Savoy). 2010/11: Mitglied des Kuratorenteams für die Ausstellung „Gute Geschäfte. Kunsthandel in Berlin 1933 - 1945“. Promoviert zum Handel mit alter Kunst zwischen 1933 und 1945 in Deutschland.

Isabelle Le Masne de Chermont

Lupe

ist Conservateur général des bibliothèques in Paris. Sie war 2000 Mitglied der "Mission zur Untersuchung von Enteignungen jüdischer Bürger in Frankreich" während der Okkupationszeit und gab den Bericht über Kunstplünderungen heraus (hier). 2008 war sie Kuratorin der in Jerusalem und Paris präsentierten Ausstellung: „"Wem gehörten diese Bilder?". Sie veranstaltete in diesem Zusammenhang eine internationale Tagung im Musée d’art et d’histoire du Judaïsme in Paris. Im Juni 2009 war sie Sektionsleiterin der Sektion „Looted art“ auf der Holocaust Era-Assets Conference in Prag.

Kristina Kratz-Kessemeier

Lupe

arbeitet als freie Historikerin und Kunsthistorikerin in Berlin mit Schwerpunkt Kultur- und Museumsgeschichte des 19./20. Jahrhunderts. 2008 erschien ihre an der FU Berlin entstandene Dissertation Kunst für die Republik zur Kunstpolitik des preußischen Kultusministeriums 1918 bis 1932. Seither hat sie für die Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumsgeschichte, die TU Berlin und andere Kooperationspartner verschiedene Tagungs- und Buchprojekte realisiert, u.a. Museumsgeschichte. Kommentierte Quellentexte 1750-1950 (2010), Ludwig Justi - Kunst und Öffentlichkeit (2011) und Museen im Nationalsozialismus (Tagung 2013, Publikation 2015).

 

 

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