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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Aneignungen von Kunst – Perspektive der Enteigneten



Über das Seminar

Leitung

Prof. Dr. Bénédicte Savoy & Merten Lagatz

Studierende

Michelle Arbashe | Eva Maria de B. C. Namyslo | Hinnerk Beetz | Vera Bogner | Eda Brandmayer | Clara Brender | Josefine Dreesen | Max Fromm | Mica Fuchs | Isabelle Gebhardt | Anna-Maria Glöckner | Antonia Grunenberg | Kassandra Häffner | Lisa Haußels | Nele Heinrich | Julia Herzog | Paul Hoffmann | Magali Horn | Cornelia Hübner-Sawel | Hui-Ju Hsu | Vanessa Karras | Dominika Konsek | Carolin Kralapp | Wanda Lehmann | Denis Linsner | Janine Löper | Alina Möhrer | Jutta Moldehenner | Inka Nogossek | Belinda Pönicke | Karina Reece | Andrea Reinhardt | Louis Reiss | Valentino di Roma | Mathis Ruffing | Stephanie Seiler-Torbuk | Daria Weidemann | Franziska Zörner

 

 

Die Fragen

Lupe

Was sind Raubkunst und Kunstraub? Wen kann man als Betroffenen bezeichnen? Wie vermitteln Museen die Herkunftsgeschichten der Kunstwerke?

Im Wintersemester 2016 erarbeiteten sich die Teilnehmer*innen des BA-Projektseminars Aneignungen von Kunst – Perspektive der Enteigneten einen Einblick in historische und aktuelle Diskurse zu gewaltsamen Kulturgutverlagerungen. Das Sprechen über geraubte, erbeutete und verlagerte Kunst stand auch im Mittelpunkt zahlreicher in Eigenregie enstandener Interviews.

Historische Quellen. Aktuelle Beispiele

Neben der intensiven Auseinandersetzung mit historischen Quellen zum Thema – Auszüge aus Ciceros Reden gegen Verres bis hin zu Positionen aus dem Umfeld der Post Colonial Studies – stand die Herkunft von Museumsobjekten im Fokus der theoretischen Grundlagenarbeit im Seminar. Beispielhaft untersuchten die Student*innen Objekte aus Berliner Museen (den Pergamonaltar, die Büste der Nofretete, den Thron von Mandu Yenu aus dem Königreich Bamun, die Mschatta-Fassade, die "Turfan Höhlen" und die Benin-Bronzen), die nicht über den klassischen Kunstmarkt erworben wurden, sondern ungewöhnlichere Provenienzen aufweisen – z.B. durch Ausgrabungen oder Tauschhandel in die Sammlungen gelangten.

First contact

Workshop in der Werkstatt der Kulturen
Lupe

Am 10. November 2016 besuchten die Student*innen die Veranstaltung "First Contact 1770: The Story of the Gweagal Shield" in der Neuköllner Werkstatt der Kulturen. Im Rahmen der Veranstaltung haben indigende australische Aktivisten aus ihrer Perspektive die Geschichte des Schildes und des First Contacts mit Cooks Expedition vermittelt. Ein anschließender Workshop mit den Aktivisten ermöglichte es den Student*innen, in einen intensiven Dialog mit Akteuren einer Restitutionsdebatte zu treten. Rodney Kelly, Roxley Foley und Vincent Forrester reisten durch Europa um auf das Schicksal des Gweagal Shield aufmerksam zu machen, der sich heute im British Museum befindet.

Der Film

Im Laufe des Projektseminars interviewten die Seminarteilnehmer*innen über 50 Menschen – u.a. Kommiliton*innen, Verwandte, Museumsbesucher*innen und Aktivist*innen. Es entstanden weit mehr als 500 Minuten Material – Grundlage für die beständige Diskussion und Reflexion im Seminarplenum. Die Interviewten berichten über ihre Beziehung zur Institution Museum, dachten über den Schutz von Objekten und die Bedeutung von Objektprovenienzen nach und positionieren sich zum Thema Restitution. Der selbstproduzierte Kurzfilm "Wem gehört Kulturerbe?" (Link zum Film auf Youtube.com) vermittelt einen Eindruck der gemeinsam geleisteten Arbeit.

Deins? Meins? Fake!

Lupe

Wäre es eine Alternative Sammlungsobjekte mit kolonialen Provenienzen zu restituieren und an ihrer Stelle Reproduktionen im Museum auszustellen?

Ausgehend von einer lebhaften Seminardiskussion, schrieb Paul Hoffmann einen Artikel für die TU Intern (April 2017).

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