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TU Berlin

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Lynn Rother: Kunst und Kredit - Die Berliner Museen und ihre Erwerbungen von der Dresdner Bank 1935

Projektbeschreibung

Ein Blick in die Inventarbücher von Museen oder in Auktionsprotokolle zeigt, dass es Anfang des 20. Jahrhunderts kein Einzelfall war, wenn sich Bankhäuser einiger Kunstwerke entledigten. Nicht selten dürfte es sich um Objekte gehandelt haben, die von Kreditnehmern als Sicherheiten hinterlegt worden waren und in Folge verstrichener Fristen auf unterschiedliche Weise verwertet wurden. Diese Teilhabe am Kunstmarkt ist für Banken gänzlich unerforscht, genauso wie es keine wissenschaftliche Untersuchung zu Bankerwerbungen auf der Museumsseite gibt.

Das Dissertationsvorhaben untersucht einen besonders umfangreichen Geschäftsvorgang der Dresdner Bank, der mit Kaufvertrag vom 15. August 1935 mehrere tausend Kunst- und Kunstgewerbeobjekte in den Besitz der Berliner Museen brachte. Der Kunstbestand war hinsichtlich seiner Herkunft heterogen. Anhand von verschiedenen Ausgangslagen und unterschiedlichen Voreigentümern (Konsortien, Nachlässe, Kunsthandlungen und Privatsammler) verspricht eine Analyse, die Dresdner Bank als ,Umschlagplatz für Kunst‘ zu beleuchten. Die historische Aufarbeitung der Transaktion samt ihrer Akteure erfolgt unter ökonomischen, unter kunsthistorischen bzw. museumsstrategischen, aber auch unter politischen Gesichtspunkten. Vor dem Hintergrund der NS-Verfolgungspolitik werden Handlungsspielräume identifiziert und gefragt, wie diese von den unterschiedlichen Beteiligten genutzt worden sind.

Die Arbeit schließt Forschungslücken zur Institutionengeschichte der Dresdner Bank und der Staatlichen Museen zu Berlin, leistet einen Beitrag zur jüngeren NS-Forschung und begegnet Forschungsdesiderata in wirtschafts- wie auch kunsthistorischer Hinsicht zur Teilhabe unterschiedlicher Akteure am Kunstmarkt.

Zu Lynn Rother: hier

Betreuerin: Bénédicte Savoy

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