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TU Berlin

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Stéphanie Baumewerd: Künstlerausbildung als grenzüberschreitendes Phänomen. Die Beobachtung, Aneignung und Transformation französischer Lehrmodelle im deutschsprachigen Raum 1793-1870

Projektbeschreibung

Das 19. Jahrhundert wird in Handbüchern stets als Jahrhundert der Nationalismen beschrieben, und tatsachlich verfestigt sich zu diesem Zeitpunkt in der Kunstgeschichte die Idee der nationalen Schulen. Doch diese Kategorien stehen nicht nur im Widerspruch zu der historischen Wirklichkeit sondern auch – in Bezug auf die künstlerische Praxis – zu der internationalen Mobilität der Künstler. Interessiert man sich besonders für die Formen und Bedingungen der Künstlerausbildung in Europa in der ersten Hälfte des 19. Jh., so wird die Unhaltbarkeit dieser einseitigen Kategorie der „nationalen Schule“ deutlich und es treten die vielschichtigen Netzwerke zu Tage, die zum Beispiel bestimmte Lehrateliers und Akademie in verschiedenen Städten Europas zu grenzüberschreitenden internationalen Anziehungspunkten für Künstler werden ließen. Gerade zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird deutlich, wie die im revolutionären Frankreich erfolgten Reformen der Künstlerausbildungspraxis, wie die innovative Lehrformate und Methoden der „Franzosen“ zum Beobachtungsgegenstand für das Ausland wurden, ganz besonders für Deutschland. Parallel dazu weist die internationale Mobilität junger Künstler (auch hier gerade deutscher Kunstschüler), auf die steigende Attraktivität mancher Standorte (Ablösung Roms durch Paris ab ca. 1800). Das Dissertationsprojekt nimmt sich vor, aus deutscher Perspektive und anhand konkreter Quellen (Presseberichte, Reisebeschreibungen, Erfahrungsberichte junger Maler, Reglements und Statuten von Kunstakademien und Malerschulen etc.) Formen und Folgen der Beobachtung, Aneignung und Transformation französischer Lehrmodelle im Bereich der Künstlerausbildung zu identifizieren und zu analysieren. Damit soll ein Beitrag zu einer transnationalen Neubewertung der Kunstgeschichte und –produktion im 19. Jh. geleistet werden.

Zu Stéphanie Baumewerd: hier

Betreuerin: Bénédicte Savoy

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