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Mariana Jung: Kaufen – Sammeln – Verhandeln. Ägyptische Objekte und ihre Erwerbungsgeschichten am Beispiel des Berliner Museums (1884–1894)

Während der ersten zehn Jahre von Adolf Ermans Zeit als Direktor des Ägyptischen Museums wurden rund 3.750 Objekte in die Sammlung aufgenommen. Sie kamen auf verschiedenen Wegen nach Berlin: durch Auktionen in Paris, als Geschenke aus London, durch Ankäufe aus Europa und durch Erwerbungen in Ägypten. Grundsätzlich bestimmten zwei Faktoren die Ankäufe. Zum einen die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und zum anderen die Verfügbarkeit der Objekte inklusive deren Möglichkeit zur Ausfuhr (aus Ägypten).

Die allgemein vorherrschende Meinung von Laien und Besuchern besagt, dass die meisten Objekte in den Ägyptischen Museen durch spektakuläre Ausgrabungen und Entdeckungen gefunden wurden, wie es beispielsweise beim Grab des Tutanchamun im 1922 der Fall war. Allerdings wurden die meisten Objekte in der Regel angekauft und das auf diverse Arten und Weisen. Der Antikenhandel erstreckte sich von Ägypten über ganz Europa. Die wichtigsten europäischen Märkte befanden sich in Paris und London, wo hauptsächlich Objekte auf Auktionen versteigert wurden. Auch direkt in Berlin wurden dem Museum Objekte angeboten. Der Markt in Ägypten konzentrierte sich überwiegend auf Kairo und Luxor. Von dort gelangten die Objekte auf drei verschiedenen Wegen nach Berlin. Erstens, durch Ankäufe bei einheimischen und europäischen Händlern, zweitens, durch Grabungen und drittens, durch Geschenke und Dubletten aus dem Kairener Museum sowie durch die Unterstützung privater Finanziers und Gönner.

Die vorliegende Dissertation hat anhand einzelner Fallbeispiele die Erwerbungen, Schenkungen sowie andere Arten des Objekterwerbs analysiert und für den ausgewählten Zeitraum einzelne Objektgeschichten entschlüsselt. Es ging vor allem darum, die verschiedenen Wege und Mechanismen des Antikenmarktes mit seinen Händlern und Preisen aufzuzeigen. Dadurch wurden die Umstände der Erwerbungen und ihre weit verzweigten Netzwerke offengelegt. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zu den Herkunftsgeschichten der Objekte, zu ihren Erwerbungen, ihren Preisen, Provenienzen und Wertigkeiten. Diese stehen in Abhängigkeit zu den verschiedenen Systemen des Antikenmarktes und Detailfragen zu ägyptologischen und museumspraktischen Hintergründen aber auch zu allgemeinen Fragen der Provenienz- und Kunstmarktforschung.

Betreuerinnen: Bénédicte Savoy, Friederike Seyfried

Näheres zu Mariana Jung hier.

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