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Forschungsnetzwerk: Koloniale Sammlungen in Berliner Universitäten

Das Forschungsnetzwerk „Koloniale Sammlungen in Berliner Universitäten“ leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit der Berliner Hochschulen und stärkt die Zusammenarbeit mit Expert*innen aus dem Globalen Süden. Um die kritische Auseinandersetzung mit den Berliner Universitätssammlungen, die Bestände aus kolonialen Kontexten beinhalten, zu ermöglichen, wird das Netzwerk vom Berlin Center for Global Engagement [1] der Berlin University Alliance (BUA) gefördert. Mit der Technischen Universität, der Freien Universität, der Humboldt Universität und der Charité sind alle vier BUA-Partnerinnen an dem Vorhaben beteiligt.

Die Berliner Universitäten beherbergen in ihren Lehr- und Forschungssammlungen einzigartiges Wissen und es ist das Anliegen des Netzwerkes, dieses mit der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft zu teilen. Viele der Sammlungen haben Bestände, die in kolonialen und postkolonialen Kontexten entstanden sind, wobei der Anteil aus Afrika besonders groß ist. Beispielsweise können die mineralogische Sammlung an der Technischen Universität, das Schallarchiv und die sudanesische archäologische Sammlung an der Humboldt-Universität sowie die anatomische Sammlung im Medizinhistorischen Museum der Charité genannt werden. Auch die Freie Universität, an der selbst keine kolonialen anthropologischen Sammlungen vorhanden sind, wurde in jüngster Zeit mit den Funden menschlicher Überreste konfrontiert, die angeblich zu den anthropologischen Sammlungen des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie gehörten.

Mit in Berlin ansässigen Wissenschaftler*innen aus der Museumswissenschaft, Anthropologie, Archäologie und Archivforschung aller vier BUA-Partnerinnen, beratenden Expert*innen aus Kamerun, Tansania und Südafrika sowie unter Beteiligung der Oxford University als weitere Partnerin der BUA, will das Netzwerk sensible Sammlungen in den genannten Berliner Institutionen identifizieren und den Dialog mit Expert*innen aus dem Globalen Süden fördern, um über Modalitäten einer Ethik der Pflege und die Zukunft dieser Sammlungen zu diskutieren.

Dabei wollen die Projektpartner*innen gemeinsam folgende Schlüsselfragen angehen: Wie kann man mit undurchsichtiger Provenienz und unvollständigen Archiven umgehen; wie kann das wertvolle Wissen, das in den Sammlungen liegt, im Globalen Süden verfügbar gemacht werden; wie kann dem Mangel an einschlägigen Expert*innen in Deutschland entgegengewirkt werden, die den Wert dieser Artefakte einschätzen können; wie kann Kolonialgeschichte in der lokalen Öffentlichkeit aufgearbeitet werden; wie kann die Geschichte der Gewalt im Zusammenhang mit kolonialen Sammlungen durch angemessene Praktiken der Erinnerung aufgearbeitet werden.

Projektleiter*innen:

Dr. Manuela Bauche [2] (FU Berlin)

Prof. Dr. Andreas Eckert [3] (HU Berlin)

Prof. Dr. Bénédicte Savoy [4] (TU Berlin)

Prof. Dr. Thomas Schnalke [5] (Charité)

Kontakt:

Dr. des. Yann Le Gall [6] (TU Berlin)

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