TU Berlin

Fachgebiet Kunstgeschichte der ModernePassavant-Briefedition

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Johann David Passavant in Paris und Rom. Eine Briefedition

Lupe

DFG-Projekt, Laufzeit 2015-2018

Mit der kommentierenden Edition der frühen Korrespondenz von Johann David Passavant (1787-1861) aus den Jahren 1807 bis 1824 werden über 550 erhaltene Briefe von und an den Maler, Kunstschriftsteller und späteren Museumsdirektor zugänglich gemacht. Das Projekt dient damit der Quellenerschließung sowie der kunst- und kulturhistorischen Grundlagenforschung.

Leitung: Bénédicte Savoy

Mitwirkende

Lupe

Bearbeiter: 

Dr. Robert Skwirblies

Jennifer Fischer-Falckenberg, M.A.

von 2015 bis 2016 unterstützt von Elisabeth Rudolph, 2017 von Luca Frepoli

Projektbeschreibung

Johann David Passavant war Künstler und Kunstwissenschaftler, Netzwerker und Agent in Kulturpolitik und Museumswesen - und damit eine Schlüsselfigur für die Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Grundlagen dafür legte er in seinen Jugendjahren: Als Kaufmannssohn durchreiste er die Schweiz und Süddeutschland, in Paris ließ er sich erst zum Handelsmann und dann zum Maler ausbilden, um im Anschluß zog nach Italien zu ziehen. Seine Beobachtungen, die er in Briefen an Familienangehörige und Freunde, später auch an die Geschäftspartner im Frankfurter Städel und Künstlerkollegen festhielt, sind daher ein Quellenbestand von ungeheurem Wert: Hier legte er nicht nur Zeugnis vom regen Kunstleben in Europa der napoleonischen und nachnapoleonischen Epoche ab. Als Vertreter seiner Generation beschreibt er kollektive Emotionen, populäre Theorieansätze in Ästhetik und Theologie, politische Gedankengänge und wirtschaftliche Verflechtungen - die für das Verständnis des europäischen Kunstgeschehens nach 1800 von größter Bedeutung sind. Nicht weniger relevant sind die vielfältigen Gegenbriefe und Schreiben von Künstlerkollegen, Sammlern, Mäzenen, Staatsmännern und Gelehrten, aber auch Lehrern und Jugendfreunden, welche das Geflecht von Impulsen und Wechselwirkungen verdeutlichen. 

Das Projekt umfasst im Kern die Transkription und kritische Edition der bisher nicht oder nur in kurzen Auszügen verstreut publizierten Briefmanuskripte. Darüber hinaus werden die zahlreichen erwähnten Personen, Kunstwerke und Ereignisse durch Kommentar, Erklärung und Register für die Forschung erschlossen und aufbereitet. Hinzu kommen weitere Quellen, die für Verständnis, Einordnung und Nutzen der Passavant-Schriften notwendig sind.

Im Rahmen des Internationalen Workshops "Corrispondenze d'artista: Roma e l'Europa (XVIII-XIX secolo)/ Artistic Correspondences: Rome and Europe in the 18th and 19th centuries" (Rom, 15.-16. Juni 2015) wurden bereits zentrale Fragen und erste Ergebnisse der Projektarbeit vorgestellt.

Die Publikation in zwei Bänden ist in Vorbereitung (erscheint 2020).

Passavant berichtet seinem Freund Cornill über die Vorbereitung seiner ersten programmatischen Schrift zur Kunst (Brief aus Florenz, 12.7.1819).
Lupe

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