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The Restitution of Knowledge

Artefacts as archives in the (post)colonial museum

Sudanesische Speere in der Sammlung des Pitt Rivers Museums, verschafft im Jahr 1917 in El Fasher, Darfur
Lupe [1]

Allgemeines

Gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Arts & Humanities Research Council

Kooperationspartner:

University of Oxford

Pitt Rivers Museum

Team

Leitung:

TU Berlin: Bénédicte Savoy [2]
University of Oxford: Dan Hicks

Forschungskoordination:

TU Berlin: Eyke Vonderau [3]
University of Oxford

Projektmitarbeiter*innen:

TU Berlin: Yann LeGall [4]
University of Oxford: Mary-Ann Middelkoop

Studentische Hilfskräfte:

Elias Aguigah [5]
Jeanne-Ange Wagne [6]

Über das Projekt

Lupe [7]

Zwischen 1884 und 1919 wurden Tausende Objekte, Kunstwerke und menschliche Überreste aus der ganzen Welt verschleppt und an Museen in Europa verschifft. Viele davon wurden im Rahmen von Kolonialkriegen oder sogenannten "Strafexpeditionen" erworben. Aber was genau ist eine "Strafexpedition"? Sind diese Sammlungen also Kriegstrophäen? Welche Verantwortung haben Museen bezüglich dieser Schätze? Welche Geschichten von kolonialer Gewalt hängen an diesen Objekten?

Anhand von Museumsbeständen und Archiven aus dem afrikanischen Kontinent möchte The Restitution of Knowledge die Geschichte von "Raubgut" in ethnologischen Sammlungen dokumentieren und neu überdenken. Ziel des Projekts ist es, unerzählte Geschichten kolonialer Plünderung mithilfe ihrer materiellen Zeugnisse ans Licht zu bringen. Die Sammlungen sind für zukünftige transnationale Partnerschaften im Kulturbereich wichtiger denn je. Eine Auseinandersetzung der Museen mit dieser schwierigen Geschichte von Kriegen und Expeditionen ist zwingend notwendig, davon soll das Projekt überzeugen. Gleichzeitig sollte diese Geschichte auch aus der Perspektive von Nachfahren kolonisierter Menschen und der breiten politischen Zivilgesellschaft erzählt werden. Viele wissen zwar um die gewaltvolle Unterdrückung in der Vergangenheit, jedoch leider noch nichts über ihren Zusammenhang mit Artefakten in europäischen Museen.

Das Projekt kombiniert verschiedene Forschungsbereiche (Sammlungsgeschichte, Museumsforschung, Ethnographie und Provenienzforschung), um koloniales Raubgut aus wissenschaftlichen Vorhaben, Schenkungen, Ankäufen, Aufträgen usw. hervorzuheben. Ein schmaler Grat trennte militärische von wissenschaftlichen Expeditionen und ihren oft gewalttätigen oder erzwungenen Methoden des Sammelns. Aus diesem Grund soll diese objektbasierte Forschung zu kolonialen Sammlungen detaillierte Informationen der Provenienz aufzeigen, die zu einer neuen Praxis in der Museumsanthropologie führen können. Um fragmentierte Geschichten und Vermächtnisse von Plünderungen über Museen, Archive und Grenzen hinweg wieder zusammenzubringen, soll internationale Zusammenarbeit mit Forscher*innen und Gesellschaften im Globalen Süden dazu beitragen, über den bestmöglichen Umgang mit diesen Artefakten zu reflektieren.

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