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TU Berlin

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Innovative Lehrformate, Pilotprojekte

Lupe

"Forschendes Lernen" spielt eine zentrale Rolle an unserem Fachgebiet. Archivseminare, Editionsseminare, Projektseminare (Ausstellungen), Projekttage, Exkursionen, Slams - solche Formate ermöglichen ein ganzheitliches Erleben von Forschungsphasen, von der Formulierung der Fragen bis hin zur professionellen Kommunikation der Ergebnisse.

Projektseminare

Kulturgutverlagerungen seit der Antike: Ein kommentierter Bildatlas (WiSe 18/19)

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Im Wintersemester 2018/19 beschäftigen wir uns mit der Art und Weise, wie seit der Antike das Finden, Einpacken, Abtransportieren, Einliefern, Feiern, Zurückgeben von Kulturgütern (ob Kriegstrophäen, wissenschaftliche Funde o.ä.) in Bildern dargestellt wurde. Wir schauten uns bekannte und weniger bekannte Bilder von solchen "Translokationen" an und analysierten sie gemeinsam. Wir untersuchten dabei, welche Perspektive eingenommen (Sieger, Opfer, Zeugen, Nachlebende...), welche Aussage getroffen, welches Publikum adressiert wird. Thematische Schwerpunkte waren unter anderem: Kunstwerke als Beute im antiken Rom; der napoleonische Kunstraub in Europa um 1800, Kulturgutverlagerungen in der Kolonialzeit; Auseinandersetzungen um Raub- oder Beutekunst nach 1945. mehr

We don’t need another hero: Postkoloniale kuratorische Praxis am Beispiel der 10. Berlin Biennale (SoSe 18)

Die im Sommer 2018 stattfindende 10. Berlin Biennale wurde von einem Team um die Südafrikanische Künstlerin/Kuratorin Gabi Ngcobo kuratiert. Unter dem Schlagwort "undoing", fokussierten von ihr in Johannesburg, São Paulo und Frankfurt am Main initiierte Projekte auf die Schwerpunkte Kollektivität, Postkolonialismus, künstlerischer Aktivismus und Dekanonisierung von Geschichtsschreibung. Ihre Praxis schreibt sich in einen zentralen Diskurs des globalisierten Kunstfelds ein, der seit documenta X (1997) zunehmend dezentralisierte, intersektionale, partizipative und diskursive Tendenzen versammelt. Das Seminar führte durch intensive Lektüre und Diskussion in das Spannungsfeld aktueller Kunstproduktion und -rezeption ein, mit dem Ziel die gemeinsame Auseinandersetzung mit der 10. Berlin Biennale vorzubereiten. mehr

Warum Athen? Ein kritischer Rückblick auf die Documenta 14 (Wise 17/18)

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Welche Bedeutung hat Athen für die documenta, und wie schreibt sich das Kasseler Interesse an der griechischen Hauptstadt in die moderne Tradition einer positiv oder negativ geladenen Graecomania ein (oder schreibt es sie um)?  Anhand ausgewählter Kunstwerke, Werkkonstellationen und Texte bietet das Seminar eine kritische Auseinandersetzung sowohl mit den Auswahl- und Anordnungsprozessen und der documenta14 als auch mit ihren Hauptfragen (politischer Aktivismus, Trauma, Schreibung und Umschreibung der Welt- und Kunstgeschichte(n), etc). mehr

Provenienzforschung zu ostasiatischer Kunst (WiSe 17/18)

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Provenienzforschung wird in Deutschland jährlich mit einem mehrfachen Millionenetat unterstützt. Die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekte nehmen vornehmlich die Herkunft der während der NS-Zeit unrechtmäßig entzogenen westeuropäischen Kunst in unseren öffentlichen Sammlungen unter die Lupe. Doch unsere Museen sind auch mit aussereuropäischem Kulturgut gefüllt, darunter ebenso Objekte aus Afrika, Ozeanien und Südamerika wie aus Asien. Vieles davon hat einen kolonialen Erwerbshintergrund. 

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Quellentexte zum Kunstraub seit der Antike (WiSe 2017/18)

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Das Projektseminar im Wintersemester 2017/18 sucht und untersucht relevante Quellentexte zum Thema Kunstraub und Objekttransfer seit der Antike in und außerhalb von Europa. Es geht dabei um teils kaum bekannte, teils als fast kanonisch geltende Schriftquellen, die sich mit der Verbringung von Kunst- und Kulturgütern in Kriegs- und Krisenzeiten beschäftigen – aus der Perspektive von Siegern, Opfern, Zeugen oder Nachlebenden.

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Das Leben der Bilder (SoSe 2014 und SoSe 2017)

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Das im Sommersemester 2014 und 2017 abgehaltene Projektseminar “Das Leben der Bilder“ bot den Studierenden Raum für die Auseinandersetzung mit Provenienzforschung und dem unsichtbaren Vorleben ausgewählter Werke der Gemäldegalerie in Berlin.

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Aneignungen von Kunst – Perspektive der Enteigneten (WiSe 2016)

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Im Wintersemester 2016 erarbeiteten sich die Teilnehmer*innen des BA-Projektseminars Aneignungen von Kunst – Perspektive der Enteigneten einen Einblick in historische und aktuelle Diskurse zu gewaltsamen Kulturgutverlagerungen. Das Sprechen über geraubte und erbeutete Kunst stand auch im Mittelpunkt zahlreicher in Eigenregie enstandener Interviews.

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Museumsvisionen (SoSe 2014 - WiSe 2015)

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Im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin werden einige Originalentwürfe des 1883 ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs „Öffentliche Concurrenz wegen Bebauung der Museumsinsel in Berlin“ aufbewahrt. Das Projekt „Museumsvisionen“ hat diesen Architekturwettbewerb rekonstruiert.  

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Die Berliner Museumsinsel (WiSe 2010 - SoSe 2012)

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Ausgelöst wurde dieses Projekt durch die Feststellung, dass Stimmen von Museumsbesuchern in der historischen Museumsforschung selten berücksichtigt werden. Uns ging es darum, historische Berichte von internationalen Besuchern der Berliner Museumsinsel in Form einer Anthologie zusammenzutragen.

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Museumsgeschichte (WiSe 2009 - SoSe 2010)

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Das in den Jahren 2009-2010 abgehaltene Publikationsseminar setzte sich zum Ziel, internationale Schlüsseltexte zur Museumsgeschichte durch Übersetzungen und kontextualisierende Kommentare für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

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Helmina von Chézy (WiSe 2007 - SoSe 2009)

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Bei diesem Editionsprojekt ging es darum, die wichtigste deutschsprachige Quelle zum kulturellen Leben in Paris um 1800 neu zu edieren und mit Kommentaren zu versehen.

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Tempel der Kunst (WiSe 2004 - SoSe 2006)

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Bei diesem Projekt ging es um die Richtigstellung eines gemeinhin akzeptierten historischen Konstrukts: Öffentliche Museen seien ein Produkt der Französischen Revolution.

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